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Unsere Mieter-Tipps: Die Merkblätter zum Mietrecht

 

Der DEUTSCHE MIETERBUND MARK hat zu zahlreichen Mietrechtsthemen Merkblätter erstellt. Diese Ratgeber sind online verfügbar. Klicken Sie das Thema einfach an. 

 

Unsere Mieter - Tipps sollen ein "Einstieg in das Thema" sein; sie ersetzen eine Beratung nicht!

 

 

Schimmel im Sommer: "Sommerfeuchte" Räume

Nasse Wände und Schimmel im Sommer? Ein häufig verkanntes Problem.

 

Kondenswasser an Wänden entsteht immer dann, wenn die Wand kälter ist als die Luft und diese eine bestimmte Luftfeuchtigkeit überschreitet. Die Luft kühlt sich ab und das überschüssige Wasser schlägt sich auf den kalten Stellen nieder. Das kennen viele Mieter aus dem Winter, wenn die Wände auskühlen und sich an „Wärmebrücken“ Schimmel bildet.

 

Dieser Effekt kann sich jedoch auch umkehren. Man spricht dann vom „Phänomen der sommerfeuchten Wohnung“:

 

In warmen Monaten wird häufig den ganzen Tag „gelüftet“, weil man die Fenster geöffnet lässt. Das ist auch völlig unbedenklich, solange die Wohnräume nicht wesentlich kälter sind als die Außentemperatur.

 

Bei verschiedenen Gebäuden (sehr schattige, dunkle Lagen) oder Gebäudeteilen (Erdgeschoss, Souterrain, Keller) kann es aber passieren, dass die Wände und Fußböden wesentlich kälter sind als die Außenluft. Bringt man nun während des Tages warme (und häufig schwül - feuchte Luft) in diese Räume, kondensiert das Wasser an diesen kalten Stellen, so dass sich ebenfalls oberflächliche Feuchtigkeit ergibt und Schimmel entstehen kann.

 

Ein Berechnungsbeispiel:

 

Bei Abfassung dieses Textes war es sommerlich warm, leicht schwül.

 

Außentemp.            25 °C             rel. Feuchte            64 %   = Ca. 14 g Wasser pro  m³ Luft Taupunkt (die Temperatur,  die der Wasserdampf wieder flüssig wird): 16,6 °C

 

Innentemp.              22 °C            rel. Feuchte            72 %  Taupunk 15,6 °C. Die relative Feuchte ist höher, wenn die Temperatur niedriger ist.

 

Bei einer Wandtemperatur von weniger als 15,6°C bildet sich oberflächliche Feuchtigkeit.

 

Bei solchen Wohnungen kann man den Effekt vermeiden, wenn nicht während der warmen Tageszeiten gelüftet wird, sonder spät abends, nachts oder in den frühen Morgenstunden, also immer nur dann, wenn die Außenluft kälter ist als die Luft innen.

 

Bei „kalten Wohnungen“ erlebt man es häufig in der Sommermonaten, dass bei längerer Abwesenheit der Bewohner (Urlaub pp.) nach Rückkehr die „ganze Wohnung“ verschimmelt ist.

 

Mieter – Tipp des Mietervereins Lüdenscheid:

 

Messen Sie regelmäßig die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Versuchen Sie, diese unter 60 % zu halten. Wenn Sie in einer Souterrain- oder Kellerwohnung leben, achten Sie auch auf die Temperatur der (in der Erde liegenden ) Wände.

 

Falls sich Schimmel bildet: Wischen Sie ihn sofort mit einem Tuch und Brennspritus oder Wasserstoffperoxid ab (kein „Schimmelex“ und keinen Essig verwenden)! Lüften Sie möglicht dann, wenn es draußen kühl ist und lassen Sie tagsüber die Fenster nicht offen stehen.

 

Unser Verein hat die Möglichkeit, für seine Mitglieder  gegen eine kleine Gebühr Feuchtemessungen durchzuführen und die Wandtemperaturen genau zu bestimmen.

Wir stellen auch Geräte zur langfristigen Datensammlung, die später am Computer ausgewertet werden oder Feuchtemesser (Hygrometer) zur Verfügung.

 

Informationen zum Thema Wohnen und Mieten gibt es auch im Internet unter www.mietebund-mark.de.

 

 

Alle Jahre wieder: Die Heizperiode.

Wie Sie richtig und sparsam heizen und Schimmelflecke vermeiden! 

 

Nach dem Sommer ist es leider bald wieder soweit: Es muss geheizt werden. Denken Sie daran, richtig, sparsam, aber auch ausreichend zu heizen.

 

Dazu unsere Tipps:

Die Erhöhung der Raumtemperatur um ein Grad bewirkt eine Verbrauchssteigerung um etwa 6 %.

Wenn man nicht zu Hause ist (bis zu zwei Tagen) , sollte man die Heizung nie ganz ab, oder nur auf Frostschutz stellen.

Es wird mehr Energie benötigt, um einen ausgekühlten Raum wieder zu erwärmen, als ihn leicht gewärmt zu lassen.

Heizen Sie vorausschauend!

Überlegen Sie rechtzeitig, wann die einzelnen Räume mehr oder auch weniger geheizt werden müssen. Ein allmählicher Temperaturanstieg ist wirtschaftlicher, als die Ventile auf „5"zu stellen. 

Lüften Sie richtig!

Es verbraucht unnötige Energie, wenn die Luft in der Wohnung feucht ist und warm gehalten wird.


Verblüffend, aber wahr: Wer regelmäßig (ca. 3 Mal pro Tag) eine Stoßlüftung vornimmt und kühle, trockene Luft in die Wohnung lässt, verhindert nicht nur „Stockflecken", sondern atmet gesünder und spart noch Heizenergie.

 

 

"Flatrent" Angebote: Seien Sie vorsichtig!

Mieter - Tipp: Flatrent Angebote

 

Zumindest ein großes Wohnungsunternehmen ist in der Vergangenheit dazu übergegangen, seinen Mietern eine "Flatrent" anzubieten. Im Regelfall wird eine monatliche Mieterhöhung von 10,- € angeboten; wenn die Mieter dieses Angebot annnehmen, sollen sie für zwei Jahre keine weiteren Mieterhöhungen bekommen.

 

Der Deutsche Mieterbund Mark - Mieterverein für Lüdenscheid und Umgegend e.V. - rät allen Mietern, solche Angebote sehr kritisch zu prüfen. Zunächst ist festzustellen, wie hoch die Vergleichsmiete ist und ob überhaupt eine Möglichkeit des Vermieters besteht, eine Mieterhöhung vorzunehmen.

Das ist nämlich häufig nicht der Fall. So gibt es z.B. Sonderfälle, in denen die derzeit gezahlte Miete bereits der Vergleichsmiete entspricht oder sogar nicht unerheblich über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Hier könnte weder jetzt noch in naher Zukunft eine Erhöhung denkbar sein. 

Das Angebot des Vermieters kann u.U. dann sinnvoll sein, wenn die Miete wesentlich unterhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt und ansonsten eine Erhöhung auf einen Betrag möglich wäre, der insgesamt die angebotene vereinbarte Mieterhöhung übersteigt.

Es muss also in jedem Falle geprüft werden, wie hoch die Vergleichsmiete für die fragliche Wohnung ist.

 

Unser Mieter - Tipp:

 

Lassen Sie sich nicht überrumpeln. Wir prüfen für unsere Mitglieder, wie hoch Ihre Miete  un die Vergleichsmiete ist. Zahlen Sie nicht, was sie nicht zahlen müssen! Lassen Sie sich immer beraten!

 

Denken Sie immer daran:

 

Der Vermieter hat regelmäßig nichts zu verschenken...

 

 

 

Aktuell-Aktuell-Aktuell-Aktuell: Schimmel in der Wohnung

 

Gesundes Klima in der Wohnung: richtig Heizen und Lüften

 

Neubauten bzw. sanierte Gebäude sind heute „dichter“ als früher. Gummidichtungen in Fenstern und Türen sowie ein effektiver Wärmeschutz verhindern eine unfreiwillige Lüftung, wie sie zu "Großmutters Zeiten" üblich war.

Immer wieder kommt es zu Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung. Schimmelpilz und schwarze Flecken können entstehen. Das liegt häufig daran, dass Fehler beim Heizen und Lüften gemacht werden.

Im Laufe von 24 Stunden werden beachtliche Mengen an Feuchtigkeit in eine Wohnung eingebracht.

Folgende Aufstellung verdeutlicht, welche Wassermengen an die Luft abgegeben werden
:

 

Mensch pro Person: 2 Liter

Kochen: 1 Liter

Duschen, Baden pro Person: 1 Liter

Wäschetrochnen: ca. 3, 5 Liter

Zimmerpflanzen: ca. 5,5 bis 1 Liter

 


Auch der Mensch selbst gibt pro Tag nicht unbeträchtliche Mengen Wasser an die Umgebungsluft ab. Je mehr Personen sich dauernd in der Wohnung aufhalten, desto höher ist die Feuchtigkeit.


 

Für den Bewohner heißt das: Mehr und richtig heizen und lüften und damit eventueller Schimmelpilzbefall, aber auch Schadstoffbelastungen vermeiden.

 

 

Richtig lüften:

 

Alle Räume abhängig von Funktion und Nutzung lüften

Als Faustregel gilt: Je niedriger die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden.

Pro Tag sollte jeder Raum mindestens 5-15 Min. stoßgelüftet werden. (je 1x morgens, mittags und abends).

Bei Abwesenheit über den Tag ist natürlich auch das Lüften tagsüber nicht möglich, aber auch nicht nötig. Dann bitte  wenigstens 1x morgens und 1x abends stoßlüften. Einmal täglich lüften genügt nicht!

Um den erforderlichen Luftwechsel zu erreichen, die Fenster ganz öffnen (Stoßlüften). Besser ist es, möglichst Durchzug herzustellen (Querlüftung). Abends einen kompletten Luftwechsel inklusive Schlafzimmer vornehmen.

 

So sollte gelüftet werden:

Bei innen liegendem Badezimmer ohne Fenster auf dem kürzesten Weg (durch ein anderes Zimmer mit geöffnetem Fenster) lüften. Die anderen Türen geschlossen halten. Achten Sie darauf, dass eine evtl. eingebaute Schachtlüftung einwandfrei funktioniert. Besonders nach dem Baden oder Duschen soll sich der Wasserdampf nicht gleichmäßig in der Wohnung verteilen.


Nasse Handtücher und Wände im Badezimmer können - trotz kurzzeitigen Lüftens - noch viel Wasser enthalten; Handtücher trocknet man daher am besten auf dem Heizkörper und lässt das Fenster solange geöffnet bis die Handtücher sich einigermaßen trocken anfühlen (die Heizung im Bad soll im Winter dabei nicht abgeschaltet werden, das beschleunigt das Austrocknen der Handtücher erheblich; wenige Minuten reichen dann oft aus).

Auch bei Regenwetter lüften. Wenn es nicht gerade zum Fenster hereinregnet, ist die kalte Außenluft trotzdem trockener als die warme Zimmerluft.

 

Beim Stoßlüften auch an Innentüren denken

Beim Stoßlüften möglichst die Innentüren schließen. Die Ausnahme ist bei Querlüftung. Das heißt mehrere Räume mit geöffneten Fenstern, die sich jeweils auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite befinden, werden gleichzeitig gelüftet. Dies kann die Lüftungszeit auf ca. 1 bis 5 Min. verkürzen.

 

Nicht ständig „Fenster auf Kippe“

Bei ständig angekipptem Fenster und geschlossener Innentür dauert Lüften 30–75 Minuten. Wände um die Fenster kühlen aus. Unnötig viel Wärme geht verloren. Aber: wenn Sie bei angekipptem Fenster schlafen, kann die feuchte Atemluft aufgrund der langen Zeit entweichen. Bleibt das Fenster nachts geschlossen, sollten Sie nach dem Aufstehen mit weit geöffnetem Fenster lüften (Stoßlüftung).

 

Mehr lüften beim Wäschetrocknen

Muss Wäsche in einem Zimmer getrocknet werden, weil z.B. ein Trockenraum fehlt, Türe geschlossen halten und öfter Stoßlüften.

 

Nach Renovierungen verstärkt heizen und lüften

Bei Renovierungsarbeiten wird Feuchtigkeit durch das feuchte Ablösen von Tapeten, die Verwendung von Farben, Kleister u.s.w. in die Wohnung eingebracht. Diese muss schnellstmöglich durch verstärktes Heizen und Lüften entfernt werden.

 

Nach Sanierungen Lüftungsgewohnheiten prüfen

Bei neuen, dichten Isolierglasfenstern ist öfter zu lüften als vorher.

 

Luftbefeuchter überlegt nutzen

Auf Luftbefeuchter kann in der Regel verzichtet werden. Lediglich in der kalten Jahreszeit kann eine zusätzliche Befeuchtung der Luft sinnvoll sein. Die ideale rel. Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 bis 50 %.

Natürlich ist das Lüftungsverhalten auch abhängig von der Jahreszeit. Als ungefähre Richtwerte für das Stoßlüften können hier genannt werden:

 

Januar, Februar, Dezember: 4 bis 6 Minuten

März, November:                8 bis 10 Minuten

April, Oktober:                  12 bis 15 Minuten

Mai, September:               16 bis 20 Minuten

Juni, Juli, August:             20 bis 25 Minuten

Das heißt, je kälter es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden.

 

 

 

Richtig heizen:

 

Alle Räume ausreichend heizen auch bei Abwesenheit

Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist teurer als das Halten einer abgesenkten Durchschnittstemperatur. Die Raumtemperatur sollte aber nicht unter 17°C liegen.

 

Als Richttemperaturen für einzelne Räume gelten:

 

Bad: 23 Grad

Wohnzimmer: 21 Grad

Esszimmer/Kinderzimmer: 20 Grad

Schlafzimmer: 18 Grad

Diele: 17 Grad

 

 

Türen zu weniger beheizten Räumen schließen

Nicht z. B. vom Wohnzimmer das Schlafzimmer mitheizen. Das "Überschlagenlassen" des nicht geheizten Schlafzimmers führt nur warme feuchte Luft ins Schlafzimmer; diese schlägt dort ihre Feuchtigkeit nieder.

 

 

Richtig einrichten:

 

Heizkörper nicht zustellen oder abdecken

Keine langen Vorhänge oder Möbel vor die Heizkörper. Dadurch wird die Luftzirkulation beeinträchtigt und behindert eine optimale Wärmeverteilung im Raum.

 

Möbel nicht zu dicht an die Außenwand

Bei schlechter Wärmedämmung der Außenwände Möbel, Bilder oder schwere Gardinen nicht unmittelbar an die Wand stellen bzw. daran aufhängen. (Abstand der Möbel zu Außenwänden ca. 4 bis 10 cm). Evtl. Wandverkleidungen an Außenwänden hinterlüften.

 

 

 

Rechtzeitig beraten lassen:

 

Sprechen Sie bei auftretender Feuchtigkeit sofort mit unseren Beratern!

 

Der DEUTSCHE MIETERBUND MARK - Mieterverein für Lüdenscheid und Umgegend e.V. - berät und vertritt seine Mitglieder außergerichtlich in allen mietrechtlichen Angelegenheiten. Die Mitgliedschaft kostet für Mieter von Wohnraum nur 90,- Euro pro Jahr. Das Beratungsbüro finden Sie in der Friedrichstr. 9A, 58507 Lüdenscheid.

 

Tel.: 02351 / 22461,

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